kunsttherapie und malerei
Geschichten aus dem Leben durch Susanne Rodler

Ein eigenständiges Phänomen - das sind ganz ohne Frage die Bil­der von Susanne Rodler. Sie sind figürlich, ohne Ehrgeiz gegen­ständlich daherzukommen. Sie sind zart, poetisch, ästhetisch, bisweilen melancholisch. Die in Konstanz lebende Künstlerin, die auch als Kunsttherapeutin arbei­tet, zeigt Geschichten aus dem Le­ben, schreibt Geschichten, nicht Wort für Wort, sondern durch die Verwendung gestalterischer Mit­tel. Im Schaffensprozess führt sie einen Dialog mit dem Bild. Sie kommuniziert mit ihm und zwingt dadurch ihren Werken nichts auf. Sie entstehen aus der Interaktion zwischen Selbst und Bild. Das ist das Faszinosum, mit dem sie den Betrachter berührt, verwirrt und hineinzieht in ihre Kompositionen. Susanne Rodler arbeitet in Mischtechnik, wobei es zu einer Mehrschichtigkeit kommt. Ölfarbe, Bleistift, Fettkreiden­ oder -stifte, Pappe und anderes Material aus Papier ergeben in Verbindung mit- und zueinander oft eine reliefartige Struktur der Bildoberfläche. Trotz all der handwerklichen Sorgfalt sei nochmals betont: Susanne Rodler lässt ihre Bilder werden, lässt sie sein.

Renate Endres, Bodensee Hefte 39/2003


susanne rodler
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